Archiv der Kategorie 'Allgemein'

ca. 50 Menschen auf Gedenkveranstaltung in Vohwinkel

Zwischenupdate


Karten:Elberfeld/Hbf
Vohwinkel
Hbf
Wuppertal Übersicht

Am 27.01. wird es um 19.00 Uhr in Vohwinkel eine Gedenkveranstaltung für die Vohwinkler NS-Opfer geben. Diese findet an der Kaiserstraße/ Ecke Bahnstraße statt. Um 19.30 Uhr gibt´s im Bürgerbahnhof Vohwinkel eine Zeitzeugenveranstaltung mit Paul Brune.
Am 28.01. gibt es um 18.00 Uhr eine Antifa-Vorabenddemo unter dem Motto „Für einen konsequenten Antifaschismus!“. Diese startet am Hauptbahnhof und endet am Autonomen Zentrum. Dort wird von Freitag auf Samstag ein Convergence Center eingerichtet. Dort könnt ihr schlafen, etwas trinken und essen, euch die letzten Infos für Samstag holen etc. Um 21.00 Uhr gibt es dann noch eine Kundgebung in Vohwinkel gegen den „Bierbrunnen“ der Kampagne „Kein Bierchen für Nazis“.
Am 29.01. geht es um 10.30 Uhr mit der Bündniskundgebung direkt vor den CityArkaden in der Innenstadt los. Um 11.00 Uhr wird es eine kollektive Bahnhofsbesichtigung geben.

Technix:

Das Convergence Center wird ab Freitagabend ca. 20.00 Uhr bis Samstagmorgen geöffnet sein. Während der Aktionen gegen den Naziaufmarsch bleibt das AZ geschlossen, öffnet jedoch gegen 16.00 Uhr wieder. Nach den hoffentlich erfolgreichen Aktionen wird es im AZ eine Aftershowparty geben.
Falls ihr im AZ schlafen wollt, schreibt uns bitte vorher eine Email an actiondayswpt[ätt]mail36.net, der besseren Orga wegen.
Die Twitteradresse lautet http://twitter.com/actiondayswpt
- Folgt uns jetzt schon, damit ihr an den Tagen selbst immer die neuesten Infos habt!
Den Wap-Ticker findet ihr unter http://ticker.nadir.org , eine Anleitung dazu HIER. Bitte kümmert euch unbedingt vorher um eure Infoquellen und wie ihr diese benutzt.
Es wird ein Internetradio geben, näheres beim letzten Update.
Die EA-Nummer[EA? Was ist das?] für die Tage ist 0202/455192. Denkt dran, euch diese gut zu merken oder euch diese an den Tagen auf den Körper zu schreiben.
Es wird ein Out-of-Action-Team geben. Wo ihr dieses findet erfahrt ihr spätestens beim letzten Update am Mittag des 28..

Vor den Actiondays:

Vor den Actiondays gibt es noch 4 Infoveranstaltungen. Dort erfahrt ihr näheres über die Infostruktur, zentrale Anlaufpunkte, Konzept usw. HIER findet ihr alle noch stattfindenden Mobiveranstaltungen.

------------------------------------------------------------¬-

Unser Mobimaterial ist fast komplett vergriffen. Bei Fragen mailt an actiondayswpt[ätt]mail36.net , unseren PGP-Schlüssel findet ihr HIER.

Antifa antwortet: Erfolgreiche Sponti in Vohwinkel

Als Reaktion auf die heutige Präsens ( http://de.indymedia.org/2011/01/298411.shtml) von Nazis aus verschiedenen Städten in Wuppertal-Elberfeld (Innenstadt) und Wuppertal-Vohwinkel gab es am Abend des 22.01.2011 eine antifaschistische Demonstration mit ca. 100 Teilnehmenden.
Nachdem am Nachmittag Nazis Antifas angegriffen haben, als Hooligan-Mob durch die Einkaufszone zogen und später eine spontan angemeldete Demonstration in Wuppertal-Vohwinkel veranstalteten, machten sich ca. 100 Personen gegen 21.30 auf den Weg nach Wuppertal-Vohwinkel. Mit einer spontanen Demonstration sollte in Vohwinkel über die Aktivitäten der Nazis zu informiert werden, für die Gegenaktivitäten zum geplanten Nazi-Aufmarsch mobilisiert werden und den Nazis gezeogt werden, dass weder Wuppertal noch Vohwinkel „ihre Stadt“ ist, wie sie auf Aufklebern behaupten.
Lautstark und entschlossen ging die Demonstration 40 Minuten quer durch Vohwinkel und über die örtliche Hauptstraße. Die Demonstration ging zu Beginn an der Kneipe „Bierbrunnen“ die vorbei, in der sich regelmäßig die örtlichen Nazis treffen. Im weiteren Verlauf ging die Route noch an der Wohnung von dem örtlichen Nazi Mike Dasberg (Haesselerstr. 69) vorbei und in einem kurzen Beitrag wurde auf diesen hingewiesen.
Die Polizei traf nach ca. 10 Minuten ein und beschränkte sich darauf den Verkehr zu regeln, womit sie allerdings schon absolut überfordert waren.
Die Nazis ließen sich trotz ihres Auftritts am Nachmittag nicht blicken.
Am Rande der Demonstration wurden Flugblätter verteilt (siehe unten) und die Bevölkerung per Megafondurchsagen informiert.

Spontandemo der Nazis in Wuppertal

Im Vorfeld des geplanten Nazi-Aufmarsch am nächsten Samstag versuchten ca 40-50 Nazis aus verschiedenen Städten heute in Wuppertal-Elberfeld per Flyer zu mobilisieren und griffen dabei Antifas an. Der Mobilisierungseffekt dürfte eher auf Seiten der Antifa liegen.
Wie zu erwarten war, haben die Nazis heute in der Elberfelder Innenstadt versucht für ihren Aufmarsch am nächsten Samstag Flyer zu verteilen. Statt den ganzen Tag auf sie zu warten, haben Menschen vom Bündnis gegen den Naziaufmarsch in Elberfeld, Barmen und auf dem Schülerrockfestival Infotische gemacht und Flyer verteilt und eine Stadtteilversammlung auf dem Ostersbaum gemacht.

Die Vohwinkler Nazis trauten sich dabei nicht alleine nach Elberfeld, nachdem sie die letzten Male beim Versuch zu flyern von engagierten Passant*innen und Antifaschist*innen am Verteilen gehindert wurden. Mit Verstärkung aus den umliegenden Städten (u.a. Essen und Düsseldorf) trauten sich dann eine Handvoll Nazis Flyer zu verteilen, während sich der Rest in Kleingruppen an alle umliegenden Straßenecken stellte, um die Verteilenden zu schützen.

Als dort eine Gruppe von 10 Antifaschist*innen auftauchte, sammelten sich sofort ca. 40-50 Nazis als Gruppe und griffen die Antifas an.
Die Nazis waren z.T. mit Schlagstöcken bewaffnet und warfen mit Flaschen in Richtung der Antifas und verfolgten diese. Der zunächst recht offensive Auftritt relativierte sich als sich zwei Zivibullen dazwischen stellten. Die Nazis formierten sich dann zu einer Spontandemo in die entgegengesetzte Richtung und zogen Parolen rufend ein Stück durch die Innenstadt. Allerdings zogen auch die Antifaschist*innen ebenfalls Parolen rufend noch ein Stück in die Richtig mit.
Erfreulicherweise solidarisierten sich erneut auch Passant*innen mit den Antifaschist*innen. Von den zahlenmäßig schwach vertretenen Bullen war wenig zu sehen. Allerdings wurde ein Nazis festgenommen als er einen Passanten mit einem Schlagstock bedrohte.

Nachdem die Nazis an der Schwebebahnhaltestelle Ohligsmühle von Antifaschist*innen „wiedergefunden“ wurden, war ihnen scheinbar die Lust auf Konfrontation vergangen. Trotz der recht geringen Begleitung von nur einem Streifenwagen, stiegen sie in die Schwebebahn nach Vohwinkel. Dort meldeten die Nazis durch Marie Leder bei der Polizei kurzfristig einen Aufmarsch an und zogen von 17.00 bis 17.30 erneut als Mob durch die Straßen.

In der gut gefüllten Elberfelder Innenstadt zeigten sich die meisten Passant*innen entsetzt angesichts des massiven und aggressiven Auftretens der Nazis. Etliche Menschen fühlten sich von den Nazis bedroht. Die Nazis versuchen sich als besorgte Bürger*innen darzustellen, die auf die „wahren Gewalttäter“ der Antifa (Zitat aus dem Demoaufruf der Nazis) per Flyer aufmerksam machen. Dieser klägliche Versuch scheiterte beim Auftauchen der Antifas. Die Reaktionen der Passant*innen waren eindeutig. In Gesprächen konnten wir noch ein paar besorgte Nachfragen beantworten und auf den 29.01.2011 hinweisen. Vermutlich hat schon bisher niemand den Aufruf der Nazis inhaltlich ernst genommen, aber nun haben sie sich auch selber vorgeführt. Um endlich mal nicht vor ner handvoll Antifas zu flüchten, wurde sich in eine Hooligen-Pose geflüchtet und dadurch eine prima Werbung für die Gegenaktivitäten am 29.02.2011 gemacht. Nun nutzt wohl auch der Hinweis auf der Nazi-Homepage zur Demo am 29.01.2011 „Des weiteren bitten wir darum szenetypische Aufschriften zu vermeiden, und normal und gesittet zu erscheinen. Wir repräsentieren immer noch ein Volk, samt Kultur und Identität, keine neuzeitlichen Subkulturen etc.„ nichts mehr.

Gedenkveranstaltungen für die Opfer des Nationalsozialismus in Wuppertal-Vohwinkel 27.1.2011

Befreiungstag von Auschwitz – Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus in Wuppertal-Vohwinkel

19:00 Kaiserstrasse/ Ecke Bahnstrasse: Gedenkfeier für die Vohwinkler NS-Opfer
19:30 Bürgerbahnhof Vohwinkel: Zeitzeugenveranstaltung mit Paul Brune, Überlebender der Kindereuthanasie

Paul Brune wurde 1943 als Achtjähriger in die so genannte Kinderfachabteilung der Provinzialheilanstalt Dortmund-Aplerbeck eingewiesen. Hinter der Beschönigung „Kinderfachabteilung“ verbarg sich eine der Tötungsstationen der „Kindereuthanasie“, die allein in Westfalen über 200 Säuglinge, Kinder und Jugendliche traf. Gleichzeitig gingen von Dortmund-Aplerbeck wie von der Klinik Marsberg (Hochsauerlandkreis), wohin Brune später verlegt wurde, auch die Transportaktionen im Rahmen der Erwachsenen-„Euthanasie“ aus. Mit Glück überlebte Paul Brune die Massenmorde der NS-Psychiatrie, doch zu einem hohen Preis: Die Stigmatisierung, „lebensunwert“ zu sein, wurde er nie mehr los. Als angeblicher Psychopath blieb er auch nach Kriegsende gegen seinen Willen in der Psychiatrie und musste erleben, dass die Misshandlungen an Patienten dort praktisch unverändert weiter gingen. Erst 1957 hob ein Gericht die Entmündigung von Brune auf. Er arbeitete hart für ein neues Leben, studierte und wollte Lehrer werden. Doch am Ende seines Studiums holte ihn seine alte „Irrenhausakte“ wieder ein. Ein Amtsarzt attestiert ihm „asoziales Verhalten infolge Erbanlage“. Brune, der heute in Bochum lebt, erkämpfte sich zwar noch sein zweites Staatsexamen, der Weg in den Schuldienst aber blieb ihm verwehrt.

Die Verbrechen des Dritten Reiches im Zeichen der „Rassenhygiene“ und der „Vernichtung unwerten Lebens“ gehören zu den lange wenig beachteten Kapiteln deutscher Zeitgeschichte. Was 1934 mit massenhaften Zwangssterilisationen begann, endete seit 1939 nach Schätzungen für über 200.000 Menschen mit der Ermordung in der so genannten Euthanasie. Die Opfer dieser Verbrechen zählen noch immer zu den weitgehend vergessenen Opfergruppen. Sie selbst und ihre Angehörigen sind häufig bis heute traumatisiert und stigmatisiert.

VeranstalterInnen:
Antifa Referat Universität Wuppertal, AntifaCafe, Tacheles, VVN-BdA

Bahnhofsverstopfung

Es gibt nun einen blog zur Bahnhofsverstopfung am 29.01.: http://bahnhofsverstopfung.blogsport.de

Infoveranstaltungen

12.01 Wermelskirchen – AJZ Bahndamm 20 Uhr
15.01 Köln – ConnACT [angefragt]
16.01 Wuppertal – AZ – ab 14 Uhr [dort ist AntifaBergischLandVollversammlung!]
18.01 Mülheim – AZ – 19.30 Uhr
19.01 Düsseldorf – Linkes Zentrum Hinterhof [Infocafé] – ca 20 Uhr
19.01 Aachen – AZ – 18 Uhr
20.01 Bielefeld – AJZ 19.30 Uhr
20.01 Solingen – Café Courage – 20 Uhr
21.01 Münster – Don Quijote – 19 Uhr
21.01 Bochum – Soziales Zentrum – 20 Uhr
24.01 Düsseldorf – Linkes Zentrum Hinterhof – 19:30 Uhr
25.01 Leverkusen-Opladen – KAW – 19.30 Uhr
25.01 Universität Wuppertal
26.01 Köln – AZ – 19 Uhr

weitere folgen

Material, Vorabenddemo usw.

Unter „Material“ findet ihr ab jetzt den Mobijingle, ein Banner zum verlinken, könnt die Plakate & Flyer für die Vorabenddemo ordern und auf „Vorabenddemo“ gibt´s den Vorabenddemoaufruf!

1. vorläufiger Aufruf online!

Ihr könnt nun unter „Aufruf[e]“ einen ersten, vorläufigen Aufruf finden.

vorläufiger Terminplan steht

Wir haben einen vorläufigen Terminplan online gestellt, damit ihr schonmal ungefähr wisst was in Wuppertal rund um den Naziaufmarsch laufen wird.